meineRoberta
"Informatik ist der Schlüssel für die digitale Welt.

Damit ist sie ein unverzichtbarer Baustein für die Teilhabe und Gestaltung der Gesellschaft und trägt für Kinder und Jugendliche zur Identitätsbildung bei. Kinder sollten früh nicht nur mit digitalen Produkten spielen, sondern in der Schule auch ein Grundverständnis über deren Funktionsweise erhalten. Programmieren schult wesentliche Fähigkeiten wie Sorgfalt, Planung und logisches Denken, die der Entwicklung von Kindern förderlich sind“, so der Präsident der Gesellschaft für Informatik Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer.

 

Förderung von Mädchen und Jungen
Die gesellschaftlich und kulturell geprägten Geschlechterrollen führen bei Mädchen zu dem Vorurteil, dass „Technik etwas für Jungs“ ist und damit zu einem geringen Selbstvertrauen und fehlender Anerkennung bei Mädchen in technischen Arbeitsfeldern. 

Dem wirken wir durch eine frühe MINT Förderung (Techniksozialisation) insbesondere bei Mädchen entgegen, ohne die Jungen dabei aus den Blick zu verlieren. Das Roberta-Konzept ist gender-orientiert und handlungsorientiert. Es folgt den Leitlinien der Fraunhofer IAIS (Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme).

Spass 

„Roberta“ ist ein Roboter, der auf der Basis des Lego Bausatzes Mindstorms Education NXT bzw. EV3 von den Schülerinnen und Schülern gebaut werden kann.
Die Roboter arbeiten nach dem EVA Prinzip: Sie nehmen Umwelteinflüsse durch Sensoren wahr und reagieren entsprechend ihrer Programmierung.
Dabei durchlaufen die Schülerinnen und Schüler die Entwicklungszyklen Entwerfen, Konstruieren und Programmieren: Idee – Umsetzung – Erprobung. 

baukasten 

Die Anforderungen im Unterricht sind individuell angepasst, sowohl im Schwierigkeitsgrad der Problemstellung als auch in der Verwendung der Programmiersprache. Die Faszination bei der Entwicklung von Robotern weckt Interesse und Lernbereitschaft.

Schülerinnen und Schüler, die bereits Erfahrungen mit Robotik gesammelt haben, absolvieren eine didaktische Zusatzausbildung und betreuen als „Roberta-Scouts“ die Schnupperkurse für ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler.
Dabei dienen sie ihrerseits als Vorbilder in technischen Arbeitsfeldern und stärken das Selbstvertrauen insbesondere jüngerer Schülerinnenn in ihre technischen Fähigkeiten.

Letztendlich vermittelt der Robotikunterricht insbesondere den Mädchen, dass Technik Spaß machen kann. „Die Roberta“ hilft, Hemmschwellen zu überwinden. Dies belegt die mehrfach erfolgreiche Teilnahme von Marienschülerinnen und Schülern bei Wettbewerben. 

 
 Das Robotik und Informatik-Konzept der Marienschule will dazu beitragen, dieser Forderung gerecht zu werden. Aufgrund der technischen und räumlichen Möglichkeiten können 12 Schüler/Innen pro Kurs teilnehmen und startet mit eintägigen Schnupperkursen bereits in Klasse 6, die dann in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 systematisch vertieft werden können:

Roberta Konzept 2018

 Roberta Kurse an der Marienschule in Detail:

  • Schnupperkurse in Klasse 6: „Roberta sucht Freundinnen“
    Schüler/Innen der Jahrgangsstufen 6 können sich zu den Samstags - Schnupperkursen anmelden.
    Aufgrund der technischen Möglichkeiten können 12 Schüler/Innen pro Kurs teilnehmen.
    Der Kurs dauert 6 Stunden und endet mit einer kleinen Präsentation für die Eltern.

  • "Roberta Club", Arbeitsgemeinschaft ab Klasse 6/7
    Schüler/Innen, die den Schnupperkurs besucht haben, können am „Roberta – Club“, einer Arbeitsgemeinschaft, die am AG Nachmittag stattfindet, teilnehmen. Besonders geeignet ist diese Arbeitsgemeinschaft für Schüler/Innen, die im Wahlunterrricht der Jahrgangsstufen 9 und 10 einen anderen Kurs, z.B. das Erlernen einer 3. Fremdsprache planen.

  • "Roberta Profis", Arbeitsgemeinschaft ab Klasse 7/8
    Die AG Roberta Profis ist der Folgekurs des "Roberta Clubs".
    Im Rahmen dieser jahrgangsübergreifenden Arbeitsgemeinschaft ist auch die Teilnahme an Wettbewerben geplant.

  • Wahlunterricht in Klassen 9 und 10: „Newbie, Advanced, und Senior“
    Der Schwerpunkt dieses Wahlunterrichtes liegt im Bereich Programmstrukturen und Programmiersprachen mit denen Robertas gesteuert werden können. In Jahrgangsstufe 9 ist ein Neueinstieg „Newbie" möglich.

  • Grundkurse Informatik in der Sekundarstufe II
    Der Einsatz von Roberta dient vorwiegend zur Planung und informationstechnischen Realisierung von Problemen, wobei auch höhere Programmiersprachen erlernt und verwendet werden.

 

 Schnupperkurse in Klasse 6: „Roberta sucht Freundinnen“
 
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Mit diesen Bestandteilen erlaubt das Roberta System vielfache praktische und informationstechnische Aktivitäten
 
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Mechanischer Bau eines Roboters: 
 
 
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Programmierung der Roboter. 
 
 
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 Eine Steuerung mit graphischer und/oder höheren Programmiersprachen. 
 
 
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 Vielfältige und abwechslungsreiche Projekte.  
 

Mit dem Entwurf, dem Bau und der Programmierung von Robotern mit altersgerechten Programmiersprachen vermitteln wir unseren SchülerInnen und Schüler viele Wissenselemente, die für ein Verständnis technologischer Herausforderungen hilfreich sind und verschaffen ihnen einen elementaren Zugang zu den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik und Informatik.

Sie machen die Erfahrung, dass Technik Spaß machen kann und müssen ohne künstliche Motivation problemorientiert und fächerübergreifend arbeiten. Da zusätzlich eine Dokumentation und Präsentation der Arbeitsergebnisse erfolgt, leistet die Arbeit mit Roberta einen entscheidenden Beitrag zur methodischen Kompetenz unserer Schülerinnen. Eine sachbezogene Motivation trägt dazu bei, sich mit einem praktischen Problem auseinanderzusetzen und dabei das Vertrauen zu entwickeln, bei der Lösung erfolgreich sein zu können.
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Das Roberta Projekt wurde unter Verwendung der Materialien des Fraunhofer Instituts für intelligente Analyse-
und Informationssysteme in St. Augustin von Dr. Frank Bäumlisberger und Dr. Hans Paul Breunig für die Marienschule entwickelt. Auch die Gewinnung von Sponsoren , ohne die dieses Vorhaben nicht realisierbar gewesen wäre, hatten beide übernommen.

Die inhaltliche Gestaltung, Weiterentwicklung und die Koordination der Roberta Kurse liegen in der Hand von Dr. Frank Bäumlisberger und Herrn Dominik Schamböck. Bei der Durchführung werden sie von mehreren Kolleginnen und Kollegen unterstützt, die sich zur Zeit in die Materie einarbeiten. 

Bericht über eine Exkursion.
Bericht über die Ausbildung der Kursassistentinnen
Bericht über die Roberta Schnupperkurse
Bericht über den MINT - Wettbewerb des Landes Hessen 2009
Bericht über die Teilnahme an der "World Robotic Olympiade"
 
 
Kontakt: Dr. Frank Bäumlisberger, Dominik Schamböck
Email: informatik@marienschule-limburg.de
Telefon: 06431 - 201 250
  
Text und Fotos: Dr. Hans Paul Breunig, Dr. Bäumlisberger und Schamböck