Am Montag, den 23. April, war der Wirtschaftskurs von Frau Menche in Frankfurt, um sich die Union Investment, eine Investmentgesellschaft der DZ Bank, näher anzuschauen.

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Unter anderem haben die Schülerinnen hier gelernt, wie sich aus einem kleinen Geldbetrag eine beachtliche Summe erwirtschaften lässt: wenn man Geld spart, muss man es geschickt anlegen, sodass man hohe Zinsen erwarten kann. Eine Möglichkeit bilden dabei Fonds, mit denen also nicht nur die Bank, sondern auch der Investor Geld verdient. Allerdings ging es für den Kurs am Montag nicht nur um das scheinbar trockene Bankenwesen, sondern auch um gewisse ethische und ökologische Aspekte, die von der Bank und von den Investoren durch-aus beachtet werden.

Der Tag mit den vielfältigen Präsentationen wurde durch einige praktische Einheiten aufgelo-ckert, in welchen die Schülerinnen selbst durchrechnen konnten, wie sich verschiedene Ge-winnerwartungen und Kostenkalkulationen auf die Rendite auswirken können.

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Die Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter wurde von den Schülerinnen, trotz der Großraum-büros, als harmonisch und entspannt beschrieben. Auch war der Großteil des Kurses von den vielfältigen Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung begeistert, wie zum Beispiel dem Home-office oder dem ausgebauten System für arbeitende Mütter, sodass diese den Männern gegen-über gleichberechtigt behandelt und bezahlt werden können. Generell wird dort sehr viel Wert auf die Rechte und die Karriereförderung von Frauen gelegt, wie Michaela Krahwinkel, der sogenannten Fondsfrau, in ihrer Präsentation zu den Chancen und Stärken der Frau in der Wirtschaftswelt appelliert hat.

Gegen Ende des inputreichen Tages wurden dem Kurs noch die verschiedenen Arbeitsplätze gezeigt. Dabei ist aufgefallen, dass das Unternehmen auch im Raumkonzept versucht, eine möglichst freundliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen, unter anderem durch freundliche Far-ben und Pflanzen. Auch interaktive und bewegungsmotivierende Einheiten auf den Büroflu-ren dienen der körperlichen Gesundheit der Mitarbeiter, auch wenn diese, laut Thomas Ander-sen, einem der Organisatoren dieses Besuches, nach anfänglicher Neugierde nicht mehr sehr oft von seinem Kollegium genutzt werden.

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Alles in allem hat der Wirtschaftskurs von Frau Menche einen sehr spannenden und informati-ven Tag in Frankfurt bei der Union Investment verbracht.

(Bericht: Johanna Juncker, Fotos: Thomas Andersen)
Fünf Schüler der Limburger Marienschule sind im Hessischen Landtag mit dem zweiten Preis beim Schülerwettbewerb der hessischen Landeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet worden. Anlässlich des 70-jährigen Verfassungsjubiläums stand der Wettbewerb unter dem Motto „Hessen – das Land und seine Verfassung“.

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Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I galt es, vielfältige Aufgaben beispielsweise zu den Gebrüdern Grimm, dem Frankfurter Flughafen oder dem hessischen Landeswappen zu lösen. Nevio Bruscino, Julian Quint, Jerome Schiffner, Leon Stauber und David Weimer waren sofort mit Begeisterung dabei. Wie Klassenlehrerin Birgid Sagmeister berichtet, erledigten die Sechstklässler die Aufgaben ohne Hilfe und größtenteils arbeitsteilig. So konnte beispielsweise David Weimer mit seinen Erdkundekenntnissen glänzen, während Leon Stauber unter anderem das Thema Frankfurter Flughafen bearbeitete.

Der Wettbewerbsbeitrag kam schließlich auch bei der Jury gut an, so dass die fünf Jungen zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Birgid Sagmeister in den Hessischen Landtag eingeladen wurden. Dort begrüßte Landtagsvizepräsident Wolfgang Greilich die Marienschuldelegation. Die Auszeichnung der Gewinner übernahm Dr. Alexander Jehn, der Leiter der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Er lobte die Wettbewerbsbeiträge der Schüler und betonte in seiner Rede, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich seien. Für ein solches Leben benötige es Regeln und Gesetze, welche nun angepasst werden müssten. Dazu sei eine grundlegende Erneuerung der Verfassung notwendig.

Bei der anschließenden Preisverleihung gab es nicht nur einen verdienten zweiten Preis für die Marienschüler, sondern auch noch eine Überraschung: Die Limburger waren die jüngsten Preisträger, die Dr. Alexander Jehn im Landtag mit einem Buchpräsent auszeichnen konnte. Nach Abschluss der Preisverleihung bestanden ausreichend Gelegenheiten für Schüler, Lehrerin und Politiker, ins Gespräch zu kommen. Klassenlehrerin Birgid Sagmeister, die von der Veranstaltung begeistert war, betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sich fünf Schüler für ein solches Projekt freiwillig meldeten und dabei mit einem solchen Ergebnis belohnt würden. Dies unterstrich auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling, die den Jungs gratulierte und hervorhob, wie wertvoll die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb für junge Menschen sei.

(Bericht: Franziska Seitz)

Den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen E2 und Q2 stellt sich immer wieder die Frage, wie es nach dem Abitur weitergehen soll. Bei den meisten lautet die Antwort ganz klar: ,,studieren“. Doch welcher Studiengang entspricht überhaupt den eigenen Interessen und welche Anforderungen bringt er mit sich? Diese Fragen und vieles mehr konnten die Schüler im Rahmen des Studieninfotages am Samstag, den 21. April 2018, zahlreichen Studentinnen bezüglich ihres derzeitigen oder ehemaligen Studienfachs stellen. Sie selbst besuchten vor einiger Zeit die Marienschule und konnten sich somit bestens in die Lage der Oberstufenschüler hineinversetzen.

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Um den Schülern die wichtige und schwierige Entscheidung bezüglich ihrer Zukunft zu erleichtern, gelang es Dominik Schamböck, Christine Wagner und der Schülervertretung, möglichst viele Studentinnen mit unterschiedlichsten Studiengängen für die Infoveranstaltung zu gewinnen.

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Anhand einer zuvor durchgeführten Umfrage, bei der sich die Schüler für zwei Studiengänge entschieden, konnte das Angebot genau auf die Interessen der Schülerinnen und Schüler angepasst werden. Das Spektrum reichte dabei von den klassischen Studienfächern wie Medizin, Jura oder BWL bis hin zu Logopädie und Sport oder gar Forensik und Psychologie. Nach einer kurzen Vorstellung des jeweiligen Studiengangs, standen die Referentinnen für jegliche Fragen zur Verfügung. Dabei zeigten sich die Schüler stets interessiert und hatten teilweise bereits konkrete Vorstellungen über die Welt der Universitäten und Hochschulen, wie in einer abschließenden Feedbackrunde mit Oberstufenleiter Philipp Naumann hervorging.

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Zusätzlich berichteten die ehemaligen Marienschülerinnen, welche Erfahrungen sie während ihrer Schulzeit gewonnen haben, die ihnen nun im Studium zum Vorteil werden würden. Dazu zähle unter anderem die Präsentationskompetenz, gute Englischkenntnisse, die man auch im Englisch Grundkurs erhalte, das selbstständige Erarbeiten von Sachverhalten, sowie eine angemessene Ausdrucksweise und Sorgfalt. Darüber hinaus sei das ,,Zehn-Finger-Schreiben“, welches in der fünften Klasse im IKG-Unterricht erlernt wurde, besonders hilfreich. Demnach könne man stets mit positiven und schönen Erinnerungen auf die Zeit an der Marienschule zurückblicken.

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Lediglich könne man kleine Sachen verbessern, wie beispielsweise eine vermehrte Auseinandersetzung mit Hausarbeiten, sowie mehr Informationen über verschiedene Studiengänge und deren Anforderungen im Unterricht. Zwar sei es in vielen Universitäten noch gang und gäbe, mit Hilfe von Büchern zu recherchieren, sodass man die Arbeit mit Literatur durchaus intensivieren könne. Allerdings setze man unter anderem beim Medizin- Studium eher auf digitale Quellen, um stets auf dem neusten Stand zu sein. Hierbei müsse jedoch sorgfältig auf das Urheberrecht geachtet werden, sodass es sinnvoll sei, bereits in der Schule diesbezüglich sensibilisiert zu werden.

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(Bericht: Lorena Fladenhofer, Fotos: SB)

Klonschaf Dolly, transgener Mais und Kinderwunschkliniken: Sie alle zeigen die Möglichkeiten auf, die die moderne Gentechnik bereits heute bietet, die aber auch ethische Fragen aufwerfen. In naher Zukunft werden unter anderem bei den Themen „Designerbabies“ und künstliche Intelligenz wichtige ethische Grundsatzentscheidungen erforderlich sein, weshalb differenzierte, auf fundiertem Grundwissen und –werten basierende Meinungen gefragt sind. Wie Fortschritt und Ethik zusammen passen, haben Schülerinnen der Limburger Marienschule mit Professor Volker Moosbrugger, dem Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, diskutiert.

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Was macht den Mensch zum Menschen? Wird der Mensch sich im Laufe der Evolution noch weiter verändern? Hat der Mensch das Potenzial, die Welt zu vernichten? Diesen und vielen weiteren Schülerfragen mussten sich hr-iNFO-Wissenschaftsredakteurin Regina Oehler und Professor Volker Moosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, bei ihrem Besuch an der Marienschule stellen. Sie repräsentierten das Funkkolleg des Hessischen Rundfunks, das sich in seiner 24-teiligen Sendereihe zum Thema „Biologie und Ethik“ ausführlich mit den ethischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandergesetzt hat - aufmerksam verfolgt von Martina Fredls Biologie-Leistungskurs-Schülerinnen. Nachdem es der Lehrerin gelungen war, das Team der hr-Wissenschaftsredaktion mitsamt Professor Moosbrugger an die Marienschule zu holen, begann dort die Diskussion der zentralen Frage, „was wir angesichts der neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten, die sich uns bieten, um unsere Umwelt gezielt zu verändern, eigentlich noch dürfen oder gar müssen“, wie es eine Schülerin formulierte.

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In einer lebhaften Gesprächsrunde mit Fredls Biologie-Leistungskurs sowie einem ihrer Oberstufen-Grundkurse wurde das breite Interessenspektrum der Schülerinnen deutlich. Egal ob es um das „Wiederbeleben“ bereits ausgestorbener Arten wie den Mammuts, den gravierenden Rückgang der Biodiversität weltweit oder die natürlichen Grenzen, die dem Menschen in seinem Handeln gesetzt sind, ging: Die beiden Referenten wussten auf jede Frage eine differenzierte Antwort und vermittelten wichtige Denkanstöße. „Diese Veranstaltung hat die Schülerinnen dahingehend weitergebracht, dass sie nicht einfach nur die biologischen Fakten lernen, sondern auch, deren Risiken kritisch zu hinterfragen, sie auf andere Weisen zu beleuchten“, betonte Martina Fredl abschließend.

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Die Quintessenz der vermittelten Ratschläge könnte man gut in diesen beiden Sätzen zusammenfassen: Man muss die Konsequenzen eines Handelns, das in die Natur eingreift, immer sehr genau abwägen. Wichtig ist dabei aber auch eine zunächst neutrale Betrachtung wissenschaftlicher Innovationen: Weder bringen sie nur Negatives noch nur Positives mit sich. Abschließend richteten die Referenten noch einen aussagekräftigen Appell an die Schülerinnen: Nur wenn sich eine Gesellschaft aktiv für ihre Interessen einsetze, könne sie den Verlauf der Zukunft durch Einflussnahme auf die Politik mitbestimmen. Ob jetzt eventuell noch utopisch erscheinende gentechnische Entwicklungen tatsächlich zum Einsatz kämen, liege also allein in unserer Hand, so Professor Moosbrugger.

(Bericht: Anna Manz, Fotos: MM)

Ein Flugzeug, welches ohne Pilot fliegt? Das klingt für die meisten Menschen erst einmal absurd und in weiter Ferne. Doch drei Schüler der Limburger Marienschule wollen beweisen, dass so genannte autonome Flugzeuge bereits möglich sind und gar nicht in allzu weiter Zukunft liegen.

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Oberstufenschüler Tobias Laßmann baut zusammen mit seinen beiden Mitschülern Marius Bajorski und Carsten Becker einen Prototypen für ein autonomes Flugzeug. Die Maschine ist circa zwei Meter groß und soll Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometer pro Stunde erreichen. Fünf Kilogramm sind ihr maximales Abhebegewicht, fliegen kann das Flugzeug bis zu 90 Kilometer weit, also beispielsweise von Limburg nach Aschaffenburg. Im Flugzeug ist eine Sim-Karte eingebaut, wie man sie in jedem Handy findet. Somit kann ein GPRS-Modul die Steuerbefehle abrufen und ausführen. Unterstützt werden die drei von ihren Mathematik-, Informatik- und Physik-Lehrern Thomas Klein und Patrick Jentzsch, außerdem konnten sie bislang den Modellflugverein Goldener Grund sowie das Limburger Informations-Technikunternehmen Fleckner und Simon als Sponsoren ihr Projekt gewinnen.

Alles fing an mit einer Idee von Tobias Laßmann, der sich schon immer für fliegende Objekte interessiert und bereits im letzten Jahr ein Projekt mit einer Rakete entwickelt hatte. Doch das Flugzeug soll noch ausgeklügelter werden und eine Steigerung zum letzten Jahr darstellen. „Die Rakete konnte nur einmalig gestartet werden, das Flugzeug jedoch soll als Plattform dienen, auf der man verschiedene Experimente durchführen kann,“ so die Oberstufenschüler. Einsatzmöglichkeiten für das Flugzeug kann sich Tobias Laßmann in verschiedenen Bereichen vorstellen: Außer dem autonomen Fliegen, bei dem kein Eingreifen durch einen Piloten erforderlich ist und somit Unfälle durch menschliches Versagen ausgeschlossen wären, zum Beispiel als Aufklärungsdrohne, für Wettermessungen oder zur Verkehrsüberwachung.

Aus dieser Idee wurde dann ein konkreter Plan und Tobias holte sich seine beiden Mitschüler ins Boot. Doch das Entwickeln stellte eine Herausforderung für alle drei dar. Alles musste gründlich theoretisch durchdacht werden, damit die einzelnen Systeme so funktionieren wie sie es sollen. Dies nahm natürlich viel Zeit und Konzentration in Anspruch und die drei mussten oft ihre Freizeit opfern, um sich auch außerhalb der Schule mit physikalischen Problemen und komplexen mathematischen Berechnungen zu beschäftigen.

Doch die Mühe hat sich gelohnt: Der erste Prototyp ist bereits fertig und die drei haben sich dazu entschieden, ihr Projekt bei dem Schülerwettbewerb „Jugend forscht“ einzureichen, ein Wettbewerb, bei dem jährlich die besten Erfindungen von Schülern geehrt werden. Natürlich hoffen die drei dort einen Preis zu gewinnen, doch das Projekt an sich steht noch immer im Vordergrund. Auch Tobias Laßmann sagt: „Für uns ist es wichtiger, dass alles funktioniert und wir ein erfolgreiches Projekt mit Ergebnissen präsentieren können.“ Dafür benötigen die drei Jungs weitere Unterstützung: So steht beispielsweise für die benötigten Hochleistungsakkus, die auch Langstreckenflüge ermöglichen würden, die Finanzierung noch nicht, so dass Carsten, Marius und Tobias weiterhin auf der Suche nach Sponsoren sind. Dass mit dem Unternehmen Fleckner und Simon sowie dem Modellflugverein Goldener Grund bereits zwei Unterstützer an Bord sind, freut auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling, die sich über den aktuellen Entwicklungsstand der Maschine am Montag informierte: „Es ist beeindruckend, mit welcher Akribie sich die Schüler den zahlreichen technischen Herausforderungen gestellt haben und damit eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie ihre erworbenen theoretischen Kenntnisse auch gut in die Praxis übertragen können. Ein außergewöhnliches Engagement, das jede Unterstützung verdient und sicherlich auch bei Jugend forscht für Begeisterung sorgen wird.“

(Bericht: Carla Scharbach, Fotos: MM)